Die Kritikpunkte Über Die Politik Der Türkei Gegenüber Syrien Und Der Flüchtlinge Sind Unfair

Bern Büyükelçiliği 14.10.2014

Die Türkei beherbergt im Rahmen ihrer Politik gegenüber den Flüchtlingen von Syrien und Irak nun mehr als 1,5 Millionen Menschen. Diese Zahl ist zehnmal mehr als die Summe aller Syrer (ca. 130 000), die von westlichen Ländern akzeptiert wurden. Die Lebensbedingungen der Menschen wurden aufgrund der jüngsten Entwicklungen in der entsprechenden Region beeinträchtigt und sie orientieren sich als erste Adresse unter die Schirmherrschaft der Türkei. Die Lebensmittel-und Pharma Bedürfnisse dieser Menschen werden unter dem Schutz der Türkei erfüllt. Zudem erhalten sie Bildung und Gesundheitsdienstleistungen. Die Türkei hat dafür bis jetzt Ressourcen im Wert von 4,5 Milliarden USD verwendet. Die Schweiz hat für Syrien 105 Million Schweizer Franken, für Irak 14 Millionen Schweizer Franken humanitäre Hilfe gespendet. Die Türkei hat 21 Tausendstel ihres Volkseinkommens dafür verwendet. In diesem Sinne ist sie weltweit das großzügigste Land.

Die Türkei ist ein Ziel des Terrorismus, dessen Ursprung von innerhalb und außerhalb des Landes stammt. Als ein solches Land hat sie eine aktive Rolle für die Entwicklung internationaler Zusammenarbeit bei dem Kampf gegen den Terrorismus gespielt. In diesem Zusammenhang beschreibt sie es als eine der schwersten Verbrechen, die gegen Menschen begangen werden kann, egal was der Grund und Zweck des Terrorismus ist. Die Türkei ist auch Vertragspartei aller UN-Anti-Terror-Konventionen und Protokolle.

PKK/KONGRA-GEL ist eine terroristische Gruppe, die in der Liste terroristischer Organisationen von der EU und der USA ist. Sie ist verantwortlich für den Tod von mehr als 30 000 Menschen in den letzten 30 Jahren. Die Beendigung aller Aktivitäten der PKK/KONGRE-GEL Terrororganisation ist das primäre Ziel unserer Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus. IS ist auch unter den terroristischen Organisationen im Amtsblatt vom 10.Oktober 2013 gelistet.

Die Türkei teilt mit Syrien ca. 900 km Grenze und mit Irak über 400 km Grenze. Die nationalen Sicherheitsrisiken in Bezug auf die Entwicklungen in der Region sind selbstverständlich. Unter der Rücksicht der humanitär orientierten Politik der Türkei gegenüber den Flüchtlingen ist es falsch, die Entwicklungen mit PKK/KONGRA-GEL und IS zu verknüpfen. Millionen von Menschen, die wegen den Auseinandersetzungen in der Region und der terroristischen Aktivitäten des IS umsiedeln müssten, haben am meisten Hilfe von der Türkei bekommen. In diesem Sinne gibt es kein anderes Land, das mehr ethische, finanzielle und strategische Verantwortung als die Türkei übernommen hat. Unsere verantwortungsbewusste Politik, die die Hauptrolle spielen wird, die Probleme in der Region durch Dialog und Versöhnung zu lösen, wird anhalten. Unsere Hoffnung ist dass die internationale Gemeinschaft zumindest in diesem Masse Interesse und Sensibilität dafür aufzeigt.

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