Pressemitteilung In Bezug Auf Die Rückführung Des “ Herakles Sarkophags ” In Unser Land

Bern Büyükelçiliği 24.03.2017

Wir begrüssen die rechtsträftige Gerichtsentscheidung über die Rückführung des aus Perge-Türkei stammende “Herakles Sarkophags” in unser Land, welcher im Genfer Zollfreilager im Jahr 2010 beim Durchführen von Inventar-Kontrollen von Schweizer Behörden konfisziert wurde.

Nach den umfangreichen Ermittlungen, die von Genfer Generalstaatsanwaltschaft und der Generalstaatsanwaltschaft Antalya durchgeführt wurden, konnte man beweisen, dass der Herakles Sarkophag in Antikstadt Nekropole Perge, die sich in Antalya befindet, in den 60’er Jahren bei illegalen Grabungen gefunden und ins Ausland geschaffen wurde.

Das rechtliche Verfahren wurde als Vertreter unseres Landes von Herrn Prof. Dr. Marc-Andre Renold, ein erfahrener Advokat in Sachen Aushändigung kultureller Bestände, verfolgt. Genfer Generalstaatsanwalt hat am 21. September 2015 beschlossen, den Sarkophag zurückzugeben. Dieser Beschluss wurde am 02. Mai 2016 vom Genfer Berufungsgericht gutgeheissen. Darauf wurde diese Entscheidung beim Bundesgericht angefochten. Vor kurzer Zeit wurde in der Schweiz die Besitzschutzklage zurückgezogen, sodass die Entscheidung bezüglich der Zurückgabe des Sarkophags endgültig reckskräftig wurde.

Der einzigartige Marmor- Sargophag, welcher die zwölf Aufgaben des Herkules darstellt, wird als Römer Zeitalter (2.Jahrhundert n.Ch.) datiert und ist 235 cm lang und 112 cm breit. In der archelogischen Literatur wird dieser als “Torre Nove” benannt und gehört zu der Gruppe “Kleinasien Sarkophagen".

Die angeführten guten Argumente und erfolgreich entwickelten Strategien des Ministeriums für Kultur und Tourismus sowie die beispielhafte Zusammenarbeit der Türkischen und Schweizer Behörden bei der Bekämpfung des illegalen Handels der Kulturgüter hat bei der Entscheidung für die Übergabe des Kunstwerks eine grosse Rolle gespielt.

Um die kulturelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu definieren, wird geplant, den Sarkophag in Genf für die Öffentlichkeit auszustellen, bevor dessen definitive Rückführung in das neu renovierte Archäologische Museum in Antalya erfolgt.

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